Pressemitteilung

Nordhessen als Aufmarschgebiet der Logistikkonzerne. PresseübersichtLKW-Durchfahrverbot jetzt!

Kassel, 30.11.2004


AVN: Molche taugen nicht als Sündenbock

„Die Molche sind nicht die Sündenböcke für eine verfehlte Verkehrs- und Wirtschafts-politik in Nordhessen“, kommentiert Klaus Schotte, Sprecher der Aktionsgemein-schaft Verkehr Nordhessen (AVN) die jüngste Diskussion um den Weiterbau der A49. Wieder einmal wird die Natur als Entwicklungshemmnis für die Region Nord-hessen dargestellt, stellt die AVN fest. Das Gegenteil ist der Fall. Richtig genutzt ist sie großes Potential. Das Beispiel Nationalpark Kellerwald zeigt wie ein natur-verträgliches Tourismuskonzept die Gäste in die Region locken kann.

Die AVN empfiehlt generell die Grundlagen für eine Autobahnplanung nicht aus den Augen zu verlieren. Zu diesen Grundlagen gehört, dass Teile der nordhessischen Landschaft im Sinne der europäischen Naturschutzrichtlinie NATURA 2000 als besonders schützenswert gelten. Die NATURA 2000 lässt sich als ein europaweites Netz von Naturschutzgebieten beschreiben. Sie umfasst FFH-Flächen (Flora-Fauna-Habitat) und Vogelschutzgebiete. Die NATURA 2000 ist initiiert worden, weil die Naturräume immer weiter reduziert werden. Als Indikator gelten dabei bestimmte Tier- und Pflanzenarten. Im vorliegenden Fall sind u.a. die Kammmolche ein Indikator. Seit 1996 sind auch die Inhalte der FFH-Richtlinie bekannt, Zeit genug also für die Planungsbehörden deren Inhalte zu beachten. Dies ist offensichtlich bislang nicht geschehen. Möglicherweise zeigt sich auch im Fall der A49, dass eine naturverträgliche Autobahntrasse nicht gefunden werden kann.


Rückfragen bitte an:
Klaus Schotte, Sprecher Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN),
Tel. 0561-878384

 

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26.10.2004
Nordhessen als Aufmarschgebiet der Logistikkonzerne.
16.02.2005
LKW-Durchfahrverbot jetzt!


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