Pressemitteilung

Feinstaubmessung an der B7 sinnvoll – Wann kommt die Sperrung für durchfahrende LKW? PresseübersichtTour de Natur 2005 wieder in Nordhessen

Kassel, 29.04.2005

Offener Brief an die Bürgermeister von
Eschwege, Witzenhausen, Hessisch Lichtenau, Bad Sooden-Allendorf, Sontra, Wehretal, Waldkappel, Ringau, Herleshausen, Neu-Eichenberg


Unterstützen Sie die Durchfahrverbote für LKWs entlang der B7, B400 im Werra-Meißner-Kreis und Landkreis Kassel

Maut oder Fahrverbote?

Die jetzt auch von Verkehrminister Stolpe geforderte Maut auf Bundesstraßen bis hin zu Fahrverboten wird vom BUND und der AVN nachdrücklich unterstützt. Wie der Verkehrsminister auch hat der BUND die juristische und inhaltliche Machbarkeit eines solchen Fahrverbotes für die B7, B 27 und B 400 belegt und beim Regierungspräsidium beantragt. Erfolgt ist bisher nichts.

Das die Situation dringlich ist und vor allem die Feinstaubbelastung und der Lärm problematisch ist wird vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) so gesehen und Messungen an der B 7 angekündigt.

Entgegen der Einschätzung des HLUG besteht die Belastung der Anwohner der nordhessischen Bundesstraßen 7 / 27 / 400 nicht erst seit Einführung der LKW-Maut. Bereits im Jahr 2000 waren 2.000 durchfahrenden LKW pro Tag zu verzeichnen. Bis zu ca. 16.000 Fahrzeuge insgesamt befahren die B7 täglich. Angesichts der hohen Verkehrsbelastung ist davon auszugehen, dass die ab dem 01.01.2005 EU-weit geltenden Immissionsgrenzwerte für Staubpartikel (PM 10) und Stickstoffoxide überschritten werden.

AVN und BUND hatten im Januar 2005 unter Berücksichtigung gutachtlicher Stellungnahmen von Prof. Dr. Lutz Katzschner (Universität Kassel, FG Umweltmeteorologie) und des Büros RegioConsult einen erneuten Antrag zur Durchsetzung eines ganztägigen LKW-Durchfahrverbotes gestellt. In den Stellungnahmen wird ausgeführt, dass aufgrund der Verkehrszahlen, der Berechnung mit neuen Emissionsfaktoren des Umweltbundesamtes, welche vor allem die LKW stärker berücksichtigt, der Vorbelastung in den Tallagen (reduzierter Luftaustausch und damit höhere Immissionskonzentrationen) eine Überschreitung der Grenzwerte zu erwarten ist.

Die unzumutbaren Lärmauswirkungen für die Anwohner und die nicht berücksichtigten besonderen Unfallgefahren, die sich durch den hohen Laster-Anteil ergeben sind weitere gewichtige Gründe für ein schnelles Handeln.

Die Umsetzung von Durchfahrverboten ist sofort möglich und rechtlich geboten; die Einbeziehung der Bundesstraßen in das Mautsystem wird frühestens 2006 nach Vorlage des Berichtes der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur LKW-Verlagerung auf die Bundesstraßen den gewünschten Erfolg bringen. In jedem Fall ist zu klären, wie die Bundesstraßen mit ihren vielen Auf- und Abfahrten technisch in das System einbezogen können. Eine weitere wichtige Frage ist eine ausreichende Höhe der Maut auf Bundesstraßen. Bei gleicher Höhe der Maut auf Autobahnen wie auf Bundesstraßen bleibt die Bundesstraße die kürzere, attraktivere Strecke für die Laster. Welche Aussagen lassen sich zur Staffelung der Maut treffen, um die gewünschten Verlagerungseffekte zu erreichen? Warum sollte dieser große Aufwand betrieben werden (bedenken Sie wie lange es gedauert hat bis das System auf Autobahnen funktioniert hat) wenn es eine einfache Handhabe gibt?


Jetzt ist es an der Zeit die Anwohner sofort zu schützen und nicht auf die geplante A 44 zu verweisen. Wenn man die gesundheitlichen Gefahren ernst nimmt, muss jetzt gehandelt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Klaus Schotte
Sprecher der AVN


Rückfragen bitte an:
Klaus Schotte, Sprecher Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN),
Tel. 0561-878384

 

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09.04.2005
Feinstaubmessung an der B7 sinnvoll – Wann kommt die Sperrung für durchfahrende LKW?
08.06.2005
Tour de Natur 2005 wieder in Nordhessen


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