Pressemitteilung des BUND Hessen

Große Koalition der Betonpolitiker für die A44 PresseübersichtVerwaltungsgericht bestätigt BUND Einschätzungen zum Durchfahrverbot für LKWs entlang der B7, B400 im Werra-Meißner-Kreis und Landkreis Kassel

Frankfurt, 09.10.2005


LKW-Durchfahrverbot auf B7 und B27 im Werra-Meißner-Kreis muss weiter gelten
BUND lehnt Überlegungen zur Einbeziehung dieser Bundesstraßen in das derzeitige Mautsystem ab

Der hessische Landesverband des BUND begrüßt nach wie vor die Einführung des ganztägigen LKW-Durchfahrverbotes auf der B7 und der B27 im Werra-Meißner-Kreis. Durch diese Maßnahme hat sich die Belastungssituation für die betroffenen Menschen an den Bundesstraßen bereits deutlich entspannt. Die Fortführung und Weiterentwicklung des Durchfahrverbotes aufgrund der örtlich hohen Lärm- und Abgaswerte ist geboten.

Der BUND erteilt Überlegungen zur Einbeziehung der beiden Bundesstraßen in das derzeitige Mautsystem eine Absage. Der aufgrund des ganztägigen LKW-Durchfahrverbotes auf der B 7 und der B 27 bestehende Lenkungseffekt des Transit-LKW-Verkehrs auf die Autobahnen A 7 und A 4 würde aufgegeben. Da eine potentielle Maut auf Bundesstraßen aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht höher sein darf als auf Autobahnen ist zu befürchten, dass aufgrund der kürzeren Strecke über die Bundesstraßen durch Losse- und Wehretal sowie durch den Ringgau der Transit-Verkehr dann wieder verstärkt durch die Orte fließt. Es ist fraglich, ob das Mautsystem so gestaltet werden kann, dass der gewünschte Lenkungseffekt eintritt.

Nach Auffassung des BUND sind intensive Polizeikontrollen weiterhin nötig, um zu verhindern, dass sich eine Situation ähnlich wie nach Verhängung des Nachtfahrverbotes im Jahr 1995 einstellt. Damals folgte der anfänglichen Reduzierung von Lärm und Abgasen durch Nichtbeachten der LKW-Fahrer und nicht ausreichende Polizeikontrollen ein Wiederansteigen der Belastung.
Der BUND hält es weiter für notwendig, dass in regelmäßigen Abständen Verkehrszählungen durchgeführt werden, um den Minderungseffekt durch das Durchfahrverbot auch quantitativ messbar zu machen. In einem weiteren Schritt ist das LKW-Durchfahrverbot auch auf LKW ab 2,8 t auszudehnen. So lässt sich die Entlastung für die Anwohner noch steigern.


Rückfragen bitte an:
Klaus Schotte, Sprecher Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN),
Tel. 0561-878384

 

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Große Koalition der Betonpolitiker für die A44
23.10.2005
Verwaltungsgericht bestätigt BUND Einschätzungen zum Durchfahrverbot für LKWs entlang der B7, B400 im Werra-Meißner-Kreis und Landkreis Kassel


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