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Kassel, 12.07.2006
AVN und BUND rufen B7-Anwohner zum Einsatz für bisheriges LKW-Durchfahrverbotes auf
Heute Mittag haben in Schutzanzüge gekleidete AVN-Mitglieder direkt in der stark betroffenen B7-Ortsdurchfahrt von Fürstenhagen Anwohner und durchfahrende Autofahrer über drohende Verschlechterungen beim LKW-Durchfahrverbot informiert. Weithin sichtbare Plakate mit den Botschaften "Transit-LKW weiterhin stoppen!" und "Dieselruß und Lärm machen krank" wurden in der Ortsmitte aufgestellt.
Wirtschaftsminister Rhiel hat am vergangenen Freitag ein modifiziertes LKW-Fahrverbot für die B7/27 verkündet, das unter dem Strich zu einer erheblichen Mehrbelastung der Anlieger mit Lärm und Feinstaub führen wird. Bislang galt das Verbot für LKW ab 3,5 t, mit der neuen Regelung werden alle LKW bis 12 t wieder durch die Ortschaften fahren können. Der Minister selbst räumt eine Steigerung der LKW-Fahrten von 10 bis 20% ein. Genaue Zahlen lägen jedoch nicht vor. Gespannt sind AVN und BUND auf den Nachweis der LKW-Erfassung ab 12 t durch das Verkehrsministerium. Denn üblicherweise werden die LKW ab 3,5 t gezählt, so auch in der Straßenverkehrszählung 2005. "Die Bürger entlang der Bundesstraßen 7 / 27 / 400 und deren politische Vertreter sind gefordert sich für eine Verlängerung der bisherigen Regelung einzusetzen. Sonst ist es mit der relativen Ruhe bald vorbei", sieht AVN-Sprecher Klaus Schotte Handlungsbedarf. Entsprechende Anträge sind an das Regierungspräsidium in Kassel zu richten. Betroffene Bürgerinnen und Bürger, die jetzt keine Einwendungen erheben, haben später keinerlei Klagerecht und keinen Anspruch auf Entschädigung, wenn z. B. der Wert ihrer Immobilie drastisch gesunken ist. AVN und BUND stehen bei allen Fragen der Bürger gerne zur Verfügung. Eile ist geboten, das Speditionsgewerbe hat neben den bekannten Ausnahmeregelungen schon weitere Zugeständnisse gefordert und will sogar prozessieren. Die Aktionsgemeinschaft weist außerdem in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Autobahn im Lossetal diese Situation zusätzlich verschärfen würde. Denn dann nähme die Zahl der LKW um ein Vielfaches zu und ebenso die krebserregenden Abgase und Feinstäube!
Für Rückfragen: Klaus Schotte, AVN-Sprecher, Tel. 0561 - 87 83 84 Wolfgang Ehle, Tel. 05602 - 91 64 15 Fotos von der Aktion
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