Pressemitteilung der GLH (Grüne Liste Helsa)

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Helsa, 16.05.2007


Waldhof fordert Lärmschutz

Die kleine Helsaer Siedlung Waldhof, in Sichtweite der geplanten A44-Trasse gelegen, fordert eine Anpassung der Bauplanung. Bei einer Bürgerversammlung, während der das Amt für Straßenwesen (ASV) die aktuelle Planung des Bauabschnittes vorstellte, gab es heftige Kritik an den unzureichenden Maßnahmen zum Schutz der Bürger.

Auf dem Teilstück zwischen dem Helsaer und dem Fürstenhagener Tunnel soll lediglich ein Erdwall den Lärm und die Abgase von der Siedlung fernhalten. „Die Abgase und der Feinstaub lassen sich von einem knapp 20 Meter hohen Wall ganz sicher nicht abhalten, wenn die entsprechende Windrichtung vorherrscht,“ erklärte der GLH-Gemeindevertreter Wolfgang Ehle. Hinsichtlich der Lärmbelastung bezweifelt Ehle die Aussagekraft der errechneten Lärmgrenzwerte. „Die Mündung des Helsaer Tunnels liegt rund 30 Meter höher als die Trasse im Bereich der Waldhofkurve. Der dortige Lärmschutzwall kann also keinesfalls den Lärm, der aus der Tunnelröhre schallt, wirkungsvoll dämpfen. Er geht schlicht darüber hinweg,“ befindet Ehle. In den Planfeststellungsunterlagen findet sich zudem die Information, dass ausgerechnet das Seniorenheim eine erhöhte Lärmbelastung abbekommen wird.
Waldhöfer Bürger berichteten darüber hinaus, dass selbst im oberen Teil der Siedlung schon heute erhebliche Lärmbelastungen bestehen.
Die Mindestforderung müsse daher laut GLH sein, dass die Autobahntrasse komplett eingehaust wird oder eine sehr viel höhere Schallschutzmauer im Bereich Waldhofkurve bis Helsaer Tunnel bekommt. Eine optimale Lösung stellte nach Auffassung der GLH ein durchgehender Tunnel von Helsa-West bis Heli dar.
Wenig beruhigend für die Bürgerinnen und Bürger ist die auch Aussage, dass es an der Mündung des Fürstenhagener Tunnels zu erheblichen Schadstoffkonzentrationen kommt. Hier hoffen die Planer auf den richtigen Wind. Schutzmaßnahmen für Eschenstruth und Waldhof sind keine vorgesehen. „Wir von der GLH halten das für nicht verantwortbar,“ so GLH-Fraktionsvorsitzender Jürgen Fasold.
Die Tunnelentwässerung erfordert aufgrund der Kontamination mit Sprengstoffrückständen eine aufwendige Reinigung mit Aktivkohlefiltern. Ebenso ist zu prüfen, so Fasold weiter, ob während oder nach der Bauphase eine Kontamination des Grundwassers im Bereich Helsa und am Tiefbrunnen Stiftswald eintreten könne.
Die mit über 70 Teilnehmern sehr gut besuchte Bürgerversammlung zeigte erneut, dass der Autobahnbau mitten durch das Lossetal von den Bürgern sehr kritisch gesehen wird. Die GLH lehnt ihn grundsätzlich ab, beteiligt sich aber an den Diskussionen, um für die Bürger wenigstens ein Minimum an Schutz heraus zu holen.


Bei Rückfragen:
Jürgen Fasold, Tel. (05602) 17 92
www.glh-helsa.de


 

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28.08.2007
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